? TGIF #09: Future Skills statt Future Panic ?

? KI verĂ€ndert die Arbeitswelt | ✹ Mit diesen Skills bleibst du aber trotzdem im Spiel

8. Mai 2026

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Hey ?

Die Woche war voll, der Kopf wahrscheinlich auch. Und kurz bevor wir gedanklich ins Wochenende auschecken, lohnt sich noch ein Blick auf ein Thema, das uns auch nÀchste Woche wieder begegnen wird: Wie sehr wird KI eigentlich verÀndern, wie wir arbeiten?

Let’s go! ?

? Mindset Shift

? KI sagt: „Lass mal ĂŒber deine Karriere reden.“

Es gibt so Momente, da fĂŒhlt sich die Zukunft nicht aufregend an, sondern eher wie jemand, der unangekĂŒndigt vor der TĂŒr steht. So ungefĂ€hr stelle ich mir das vor, wenn man Jura studiert hat. Zumindest nachdem ich die ZDF-Doku „ForecastME“ gesehen habe. Da hat man sich durch unendliche Gesetzestexte und die stressigsten Examen gequĂ€lt und plötzlich kommt eine KI um die Ecke, die sagt: „Interessant. Wollen wir mal sehen, wie lange dein Beruf noch so funktioniert.“ Autsch.

Genau darum geht es in besagter Doku. Zwei junge Juristen, Flora und Ali, lassen sich von einer KI aufzeigen, wie ihr Job in Zukunft aussehen könnte. Allein diese Idee trifft schon einen Nerv, oder?

Weil es eben nicht nur um Jura geht. Es geht um dieses GefĂŒhl, das vermutlich ganz viele gerade haben: Was von dem, was ich heute kann, wird morgen noch wichtig sein? Und was davon macht bald irgendein KI-Tool schneller und besser?

KI klingt natĂŒrlich erstmal praktisch. Gerade bei Recherchen, Routineaufgaben, Vorbereitungen sind viele Tools bereits effizienter als Menschen. Super. Aber gleichzeitig fragt man sich auch: „Wozu bin ich dann noch hier?“

Das Video zeigt, KI kann gerade im Rechtsbereich schon ziemlich viel. MietvertrĂ€ge prĂŒfen, Standardfragen beantworten, erste EinschĂ€tzungen liefern. Beeindruckend, aber auch unbequem. Denn viele Aufgaben, auf die wir heute Zeit anwenden, sind vielleicht gar nicht so unersetzlich, wie wir denken. Insbesondere alles, was nach einem bestimmten Muster funktioniert, wiederholbar ist und klare Regeln hat, lĂ€sst sich gut automatisieren. Das kann weh tun, denn Arbeit ist fĂŒr viele ja nicht nur Geld verdienen, sondern auch IdentitĂ€t, Kompetenz und das GefĂŒhl gebraucht zu werden. Wenn sich dann eine KI genau in diesen Bereich reindrĂ€ngelt, fĂŒhlt es sich persönlich an.

Und jetzt kommt das dicke ABER. Die Doku zeigt auch, dass der Mensch nicht einfach aus der Gleichung verschwindet. Denn deine Arbeit ist nicht nur „Wenn A, dann B“. Übernehmen wir doch mal das Beispiel des Anwalts: Menschen kommen nicht nur mit FĂ€llen, sondern eben auch mit Ängsten, Stress, Wut, Unsicherheiten. Und dann braucht es jemanden, der nicht nur Informationen sortieren kann, sondern die Situation gefĂŒhlsmĂ€ĂŸig versteht. Und hier kommen wir wieder ins Spiel.

Eine KI kann vielleicht sagen, was im Vertrag steht, aber sie kann nicht zwischen den Zeilen lesen. Sie kann keine Verantwortung ĂŒbernehmen, wenn es ernst wird. Ich finde, genau hier wird es spannend. Nicht bei der Frage, ob KI etwas kann, sondern bei der Frage, was Menschen besser können. Wir mĂŒssen gar nicht darum kĂ€mpfen, jede einzelne Aufgabe zu behalten. Wir mĂŒssen zuhören, einordnen, abwĂ€gen, Verantwortung ĂŒbernehmen, KomplexitĂ€t aushalten und Entscheidungen treffe, wenn eben nicht alles eindeutig ist.

Was du dir behalten solltest:

KI wird nicht irgendwann Teil deiner Arbeitswelt. Sie ist es schon. Und ja, deine Standardaufgaben werden sicher unter Druck geraten, aber das heißt nicht automatisch, dass dein Beruf einfach so verschwindet. Es heißt eher, dass dein Job ein Upgrade bekommt. Vielleicht willst du es gar nicht, aber du bekommst es trotzdem.

Frag dich also „Welche Teile meines Jobs sollte und kann KI ĂŒbernehmen und welche auf keinen Fall?

Denn wer KI nur ignoriert, wird es schwer haben. Nicht weil Menschen plötzlich wertlos werden, sondern weil sich die Standards verschieben. Heute ist niemand mehr beeindruckt, wenn man gut googeln kann. Es wird einfach erwartet. Mit KI wird es vielleicht genauso.

Wenn du mich fragst…

Der Gedanke, dass KI uns pauschal ersetzt, ist zu simpel. Aber ich glaube, dass Menschen ersetzt werden, die sich gegen VerĂ€nderung strĂ€uben. Das klingt hart, aber es gibt auch Hoffnung, denn es bedeutet, dass wir nicht machtlos sind. Wir mĂŒssen keine Tech-Genies werden. Wir mĂŒssen nicht jeden Hype mitmachen und wir mĂŒssen nicht alles in einen Prompt verwandeln. Aber wir sollten neugierig bleiben, uns mit neuen Dingen auseinandersetzen, Fragen stellen und versuchen zu verstehen.

Menschlichkeit ist kein Soft Skill, den du ans Ende deines Lebenslaufes schreiben solltest. Sie ist das, was deine Arbeit in einer KI-geprÀgten Welt wertvoll macht.

>> Hier findest du die Doku als Video

? Future of Work

✹ Future Skills: Welche FĂ€higkeiten bald in deinen Lebenslauf gehören

Karriereplanung frĂŒher: Mach eine Ausbildung oder ein Studium, sammle Erfahrungen, werde besser in deinem Fach, sei zuverlĂ€ssig und komm pĂŒnktlich zur Arbeit.

Karriereplanung heute: Sei fachlich gut, aber bitte auch kreativ, flexibel, kommunikationsstark, digital fit, resilient, lernbereit, empathisch, kritisch, offen und idealerweise noch halbwegs entspannt. Also im Grunde: Sei du selbst, aber als Premium-Version. Und da kommen auch diese sogenannten Future Skills ins Spiel. Ja, ich weiß. Dieser Begriff klingt erstmal nach Workshop-Raum und jemandem, der „Mindset“ sagt. Aber dahinter steckt tatsĂ€chlich etwas Wichtiges. NĂ€mlich FĂ€higkeiten, die uns dabei helfen, in einer Welt klarzukommen, die sich stĂ€ndig verĂ€ndert. Es geht also nicht mehr darum, dass du mit Tool X umgehen kannst, sondern darum, dass du nicht kapitulierst, wenn Tool X plötzlich durch Tool Y ersetzt wird.

Was sind diese Future Skills konkret?

Kritisches Denken zum Beispiel. Und das wird immer wichtiger, gerade weil KI so ĂŒberzeugend klingen kann. Eine KI gibt selten zu, dass sie keine Ahnung hat. Sie tischt dir Unsinn mit großem Selbstbewusstsein auf. Und deshalb brauchen wir Menschen, die fragen: Stimmt das? Woher kommt diese Info? Fehlt hier etwas? FĂŒr wen trifft das zu und fĂŒr wen nicht?

Außerdem auch KreativitĂ€t. Nicht im Sinne von „Mach mal bitte ein Moodboard“, sondern im Sinne von Ideen entwicklen, neue Verbindungen sehen, anders denken und Möglichkeiten erkennen. KI kann viele VorschlĂ€ge machen, aber es hĂ€ngt stark vom Menschen ab, daraus etwas Sinnvolles und Relevantes zu machen.

Dann Kommunikation. Das klingt immer selbstverstĂ€ndlich, aber irgendwann sitzt man in einem Meeting und merkt: Alle sprechen, aber nicht ĂŒber dasselbe. Gerade wenn Technik komplexer wird, mĂŒssen Menschen lernen, besser zu erklĂ€ren, zu ĂŒbersetzen, Konflikte anzusprechen.

Und dann ist da noch LernfĂ€higkeit. Heißt: Bereit sein, nicht fertig sein. Dazu gehört auch zuzugeben, dass man etwas eben noch nicht versteht. Aber dann bereit zu sein, sich reinzufuchsen, etwas auszuprobieren, auch mal Fehler zu machen, um besser zu werden. Das ist sicher nicht immer angenehm, denn Lernen fĂŒhlt sich oft anfangs an wie „Ich bin schlecht in etwas“. Aber genau das ist heute normal und vielleicht sogar notwendig.

Und wo bleibt der Mensch? 

FĂŒr mich liegt hier der spannendste Teil. Denn je mehr wir KI nutzen, desto wichtiger wird mehr Menschlichkeit. Klingt erstmal paradox, ist aber eigentlich ganz logisch. Wenn Maschinen schneller analysieren, schreiben, sortieren und vorschlagen, dann mĂŒssen Menschen mehr entscheiden, Verantwortung ĂŒbernehmen, zusammenarbeiten, erkennen. Nur weil etwas effizient ist, ist es lange nicht gut. Daraus ergibt sich einer der wichtigsten Future Skills ĂŒberhaupt: Nicht blind alles machen, was theoretisch technisch möglich wĂ€re.

Future Skills helfen uns also, nicht bei jeder neuen Technologie in Schockstarre zu verfallen. Mit ihnen bleiben wir agil und sie erinnern uns daran, dass berufliche Sicherheit bedeutet „Ich kann mich verĂ€ndern, ohne mich selbst zu verlieren.“

>> Lies hier den kompletten Artikel

Dein Friday-Takeaway: KI verÀndert sicherlich deine Arbeit, aber sie nimmt dir nicht deinen Wert. Am besten gehst du mit dieser VerÀnderung um, indem du neugierig bleibst, neue Tools ausprobierst und Fragen stellst. Es reicht, nicht stehenzubleiben. Das alles dann aber erst nÀchste Woche.

Jetzt ist erstmal Wochenende ?

Wir lesen uns in zwei Wochen wieder.

Bis dahin ✌

Felix

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