👋 TGIF #08: Wirkung > busy sein (wirklich jetzt)

📉 Über Fake-Produktivität, Pflicht-Bürotage und KI-Einsatz ohne Plan 🤷

24. April 2026

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Hey 👋

Freitag – Und vielleicht kennst du diesen Moment: Du schaust auf deine Woche zurück und denkst dir „Ich war nonstop beschäftigt.“, aber so richtig greifbar ist das Ergebnis irgendwie nicht. Naja, mir geht’s zumindest oft so…

Und genau da setzen wir heute gemeinsam an. Warum sich Arbeit häufig nach richtig viel anfühlt, aber nicht immer viel bringt – und was das Ganze außerdem mit KI zu tun hat.

Let’s go! 🚀

🧠 Mindset Shift

Viel beschäftigt, aber was bringt das wirklich? 💻

Mal kurz ehrlich: „Zwei Drittel der Beschäftigten täuschen Produktivität vor.“ (Handelsblatt) – klingt erstmal wie eine überzogene Schlagzeile. Wenn man aber mal darüber nachdenkt, ist da eigentlich schon was dran.

Denn wie oft fühlt sich deine Arbeit nach super viel an, aber am Ende war der Outcome eher gering? Das liegt in den meisten Fällen nicht an unmotivierten Mitarbeitenden, sondern daran, wie Arbeit heute organisiert und bewertet wird.

Warum „beschäftigt sein“ oft wichtiger wirkt als etwas zu erreichen

Früher war Produktivität relativ klar messbar. Es ging um Ergebnisse, Fortschritt, konkrete Wirkung. Heute hat sich einiges geändert: Oft reicht es schon aus, wenn es so aussieht, als würde jemand viel arbeiten. Wenn schnell antwortet, häufig in Meetings auftaucht und dauerhaft präsent ist, wird als besonders produktiv wahrgenommen. Das Problem dabei ist allerdings, dass Sichtbarkeit uns tatsächliche Wirkung nicht dasselbe sind. Nur weil jemand viel beschäftigt ist, heißt das nicht, dass Fortschritt entsteht. In vielen Arbeitsumfeldern wird genau dieses Verhalten jedoch belohnt. Präsenz wird mit Engagement gleichgesetzt und Aktivität mit Leistung.

Zurück ins Büro! Aber mit welchem Ziel?

Viele Unternehmen holen ihre Mitarbeitenden aktuell wieder verstärkt ins Büro zurück. Die Gründe dafür sind ja auch nachvollziehbar. Es geht um bessere Zusammenarbeit, mehr Austausch und stärkere Teams. In der Praxis sieht das jedoch meist anders aus. Menschen sitzen zwar im selben Raum, arbeiten aber weiterhin an individuellen Aufgaben. Gespräche finden trotzdem digital statt und echte Zusammenarbeit entsteht leider selten. In solchen Situationen stellt sich zwangsläufig die Frage, welchen Mehrwert Anwesenheit im Büro überhaupt hat. Wenn sich die Arbeit vor Ort nicht von der im Home Office unterscheidet, verliert Präsenz ihren eigentlichen Sinn.

Mehr Präsenz führt nicht automatisch zu mehr Produktivität

Wenn Anwesenheit als Leistungsindikator genutzt wird, passen die Menschen ihr Verhalten entsprechend an. Sie versuchen sichtbarer zu sein, schneller zu reagieren und möglichst beschäftigt zu wirken. Das führt zu einem paradoxen Effekt. Je stärker Präsenz eingefordert wird, desto mehr Energie fließt in die Darstellung von Arbeit, anstatt in die tatsächliche Wirkung. Was entsteht, ist eine Art Inszenierung von Produktivität. Der Fokus verschiebt sich weg von Ergebnissen hin zu Wahrnehmung.

Wie Büroarbeit eigentlich aussehen sollte

Mitarbeiter stellen das Büro meist nicht infrage. Sie hinterfragen vielmehr den Sinn ihrer Anwesenheit. Der eigentliche Mehrwert von gemeinsamer Arbeit liegt nicht im Abarbeiten von Aufgaben, sondern in Dingen, die remote schwerer entstehen: spontane Gespräche, gemeinsames Problemlösen und kreative Prozesse. Bürozeit ist keine Arbeitszeit wie jede andere. Sie ist vor allem Zeit für Austausch und Zusammenarbeit. Statt darüber zu diskutieren, wie oft Mitarbeitende ins Büro kommen sollten, wäre es dann nicht sinnvoller, sich zu fragen, wofür es sich lohnt, gemeinsam vor Ort zu sein?

Mein Take: Präsenz an sich ist nicht das Problem. Problematisch wird es erst dann, wenn sie ohne klaren Zweck eingefordert wird. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, die Bürozeit sinnvoll zu gestalten. Denn wenn der Fokus auf Ergebnisse statt Anwesenheit gelegt wird, macht sich das auch beim Outcome bemerkbar.

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💼 Future of Work

KI im HR: Warum mehr Tools nicht automatisch mehr bringen 👀

Im KI-Bereich passiert gerade etwas ziemlich Ähnliches. Überall neue Tools, überall neue Möglichkeiten und ganz schnell entsteht dieses Gefühl von „Wir müssen da jetzt auch irgendwas mit KI machen.“

Spoiler: Einfach nur neue Tools auf ineffiziente Prozesse werfen bringt meist… eher so mittel viel.

Ein chaotischer Prozess wird durch Einsatz von KI nicht plötzlich gut. Er wird einfach nur schneller chaotisch. Der eigentliche Punkt ist total unspektakulär: Erst verstehen, welches Problem man überhaupt lösen will. Und dann schauen, ob und wo KI wirklich helfen kann. Wenn man das sauber macht, können KI-Tools richtig stark sein. Sie nehmen dir nervige, wiederkehrende Aufgaben ab, helfen dir bei Auswertungen und schaffen vor allem eins: Zeit. Diese brauchst du für die Dinge, die nicht automatisierbar sind: Gespräche, Kultur, Entscheidungen, die wirklich Gewicht haben. Am Ende geht’s also nicht darum, möglichst viele Tools zu haben. Sondern darum, sie sinnvoll einzusetzen. Und aber auch zu wissen, wann man sie eben nicht einsetzen sollte.

>> Hier liest du den ganzen Blogbeitrag zum Thema

Vielleicht nimmst du dir nur das hier mit: Wirkung > Busy sein!

Und jetzt: Laptop zu, Kopf aus und Wochenende an. ☀️

Wir lesen uns in zwei Wochen wieder.

Bis dahin ✌️

Felix

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